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Atem und Luft und Zeit

Klar, Atmen hängt mit Luft zusammen. Logisch.

Aber denk mal dran, wie es ist, wenn frische Luft dich umhüllt, dich vielleicht auch freudig überrascht und du dann einen tiefen, innigen Atemzug nimmst.


Mir ging das jetzt mal so nach einer langen Zugfahrt in der Klimaanlagenluft, die mir viel zu kalt und zugig war und ich aussteigen konnte, am Ziel angekommen:

HMMMM, ja, frischer Sauerstoff!


Oder sehr früh morgens, bevor sich die Welt hitzeartig erwärmt hat, wenn ich mit Kaffeetasse durch das taufrische Gras im Garten gehe - diese Luft!


Manchmal beim Meditieren beginnt für mich die Meditation so: Ich sitze auf meinem Meditationsbankerl und habe mir meine Zeit so eingeteilt, dass ich nun ganz frei von Anforderungen einfach bei mir sein kann, ich richte meinen Rücken auf, stolz, dass ich nun meine Zeit zum Meditieren habe und: Ein tiefer inniger Atemzug!


Das Gleiche ist auch beim meditativen Zeichnen gut: Einfach mal zwischendurch locker lassen, Hände ausschütteln, Augen mal schließen und loslassen - ein tiefer, inniger Atemzug.


Zeichnen kann auch unter Leistungsdruck geraten - um das zu vermeiden und dich immer wieder zurückzuholen ins JETZT - atme, sei im Jetzt.

So wie beim Singen oder beim musizieren klingt der Ton JETZT.


Probiere es mal aus, dass deine Linien, jede einzelne genussvoll JETZT auf dem Papier ihren Platz finden.

Das Ergebnis des Bildes ist unwichtig. Wertfrei einfach sein und ebenso einfach Linien ziehen.


Kann sein, dir gefällt später die Zeichnung, kann sein, sie darf aus deiner Sammlung verschwinden. Die Zeit, die du mit SEHEN verbracht hast und mit ATMEN, ist deine Zeit. Lebenszeit und Atem.


Mal eine Pause aus dem Alltag und den Anforderungen rein ins reine Atem holen. Tief und innig, frische Luft aufnehmen und Altes loslassen.


Hmmm, genussvoll Sauerstoff aufnehmen, atmen, wie wenn du deinen Lieblingsduft erschnuppern würdest. Eine wunderbare Kombination und eine wichtige Basis zum meditativen Zeichnen.

Jetzt im Sommer ist es schön, morgens sehr früh morgens die Kühle der ausklingenden Nacht zu erschnuppern - ja früh morgens mit Mediation in den Tag starten.



ruhige Stimmung am Abend - Atem und Luft und Zeit




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