Mondansichten

In den Bergen ohne Streulicht ist der Nachthimmel besonders schön. Das weiß man ja.

Der Abend aber, wenn der Mond erst als heller Schein hinter einem Berggipfel erSCHEINT und dann immer größer werdend darüber hinaus aufsteigt, ergreift mich tief. Das ist so eine kurze Zeit vom ersten Leuchten zum vollen Mond. Und dann ist er da, wandert weiter, ändert seine Farbe und begleitet den Sternenhimmel die lange Nacht hindurch. Weshalb mich dieser Moment in den Bergen nochmal mehr einnimmt? Meine Aufmerksamkeit ist dann weg vom Alltag, ich bin ja nicht jeden Tag da oben, sondern nur an manchen Tagen und in seltenen Nächten. Das ist die Vorbereitung auf diese innige Zeit.

Und ich dann kommt da tatsächlich dieser Himmelskörper so klar sichtbar über uns und zeigt mir, ich bin so klein, die mich bewegenden Probleme sind gar nicht so groß, wie sie scheinen, sie sind jetzt und hier unwichtig.

Der Mond wirkt manchmal wie ein treuer Wächter - dann kann ich beruhigt schlafen gehen. Gute Nacht.